AIRPORT AMSTERDAM SCHIPHOL TERMINAL | AMSTERDAM

KAAN Architecten

PROJEKTUMFANG
100.500 m² BGF
FERTIGSTELLUNG
2023
LEISTUNGSBILD
Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Geotechnik, Bauphysik, Nachhaltigkeit
BESONDERHEITEN
9 Meter hohe tragende Glassfassaden
AUSZEICHNUNGEN
The Plan Award 2019 | International Architecture Award 2018
PROJEKTTEAM
ABT, Estudio Lamela, Ineco, KAAN Architecten

„EIN-TERMINAL-KONZEPT“

AUFTRAG
Schiphol eröffnet 2023 ein neues Terminal, das jährlich von bis zu 14 Millionen Reisenden genutzt werden wird. Das Terminal wird südlich der Schiphol Plaza errichtet und vollständig in den bestehenden Flughafen integriert. Damit bleibt Schiphol dem Ein-Terminal-Konzept treu. Der Flughafen ist keine gestückelte Ansammlung von mehr oder weniger unabhängigen Terminals, sondern eine kompakte Einheit mit allen Einrichtungen unter einem Dach. Das Design trägt zu einem guten Reiseerlebnis, einem exzellenten Reiseprozess und den nachhaltigen Ambitionen des Flughafens bei und ist auf lange Sicht zukunftssicher.

 

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HERAUSFORDERUNG

Funktionalität steht an erster Stelle. Jeden Tag müssen sich Zehntausende Reisende einen Weg vom oder zum Flugzeug durch das Terminal bahnen. Das Erlebnis des Reisenden ist hier von zentraler Bedeutung: Viel Tageslicht, ein großes Maß an Räumlichkeit (ein großer Raum ohne Säulen oder Hindernisse) und eine übersichtliche Anordnung erleichtern die Orientierung und wirken beruhigend auf den Reisenden. Der Passagier muss sich nicht fragen, wo er hingehen soll und was er zu tun hat, dies ist nahezu selbsterklärend, sozusagen „userfriendly“. Der Check-In-Bereich wurde zum Beispiel auf das Zwischengeschoss verlegt, wo sich die Sicherheitskontrollen befinden. Unten ist man also einfach ein Besucher des Flughafens, oben ist man ein Reisender.

 

NACHHALTIGKEIT

Eine Vielzahl von Maßnahmen macht das Terminal nachhaltig. Beispielsweise ist der überwältigende Tageslichteinfall nicht nur gut für die Nutzererfahrung, sondern es wird auch fast keine Energie für die Beleuchtung benötigt. Zwei grüne Patios tragen zu sauberer Luft bei und Regenwasser wird gesammelt und als Brauchwasser verwendet. Die von den Solarzellen erzeugte Energie wird nicht zuerst von Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt, sondern wird in ein Smart Grid geleitet. Schiphol und dessen Besucher können diese Energie direkt nutzen, zum Beispiel um ihr Smartphone zu laden. Die Isolierung ist hervorragend und auch das Belüftungsprinzip ist durchdacht. Die Konstruktion an sich ist ebenfalls nachhaltig, zum einen, weil sie den Raum flexibel und damit zukunftssicher macht. Darüber hinaus wird die Menge an benötigten Materialien minimiert. Fortschrittliche Berechnungsmethoden führten beispielsweise zu Einsparungen an Stahl für die Dachkonstruktion. Wir haben uns auch für Materialien entschieden, die wenig CO2 emittieren und wiederverwendbar und auf natürlichen Rohstoffen basieren.

 

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AUSZEICHNUNGEN
Der Siegerentwurf für das Terminal stammt von KL AIR, bestehend aus KAAN Architecten, Estudio Lamela, ABT und Ineco. Auch die Lichtkünstler von Arnout Meijer Studio, DGMR und Planeground sind am Projekt beteiligt. Ein integriertes Team mit Delegierten der beteiligten Partner entwickelte vor Ort bei KAAN den Siegerentwurf in Rekordzeit. ABT berät zu den Bereichen Installationen, Konstruktion, Geotechnik, Bauphysik, Nachhaltigkeit sowie zum Strategieplan und den entsprechenden Methoden.