POPPODIUM | GRENSWERK

Van Dongen - Koschuch

Projektumfang
3.6 Mio. Baukosten
Fertigstellung
2014
Leistungsbild
Geotechnik, Technische Ausrüstung, Baukostenmanagement

 

POPPODIUM GRENSWERK

AUFTRAG

Das Grenswerk liegt im historischen Stadtkern von Venlo. Mit seinem robusten Interieur, angenehmen Look und Beleuchtung ist der Pop-Tempel nicht nur funktional, sondern auch attraktiv. Van Dongen – Koschuch Architekten und Planer waren für das Design verantwortlich, ABT beriet über den Bau, die Geotechnik, die Installation und die Kosten.

Die Kultureinrichtung bietet in der Haupthalle Platz für 550 Besucher. Darüber hinaus gibt es auch ein Popcafé und Probestudios.

 

p style=“text-align: justify;“>Box-in-Box

Das kompakte Gebäude ist ein konstruktives Glanzstück, mit einer erhöhten Musikhalle und vielen Lufträumen. Der Entwurf spielt thematisch mit dem Erscheinungsbild einer alten Lagerhalle und fügt sich so harmonisch in den historischen Stadtkern ein. Die Position der Halle ist bei der Gestaltung von entscheidender Bedeutung: Durch das Anheben wird im Erdgeschoss Platz für Probestudios geschaffen. Große Fenster auf jeder Etage schaffen einen Kontakt zwischen Innen und Außen.

Der Konzertsaal hat eine „Box-in-Box-Konstruktion“. Die äußere Box besteht aus einem breiten Plattenboden, einer Sichtbetonwand mit einer Lattenstruktur und einem Dach aus festen Fertigdachplatten. Die innere Box besteht aus einem elastisch verlegten Arbeitsboden mit vorgefertigten Betonelementen, die an der Oberseite durch Stahlträger starr miteinander verbunden sind. An den Fertigteilelementen für die Balkone sind vorgehende Stahlträger befestigt. Säulen unter der Halle fangen die Kräfte ab.

HERAUSFORDERUNG

Popmusik kommt zwar von populär, aber bei lauter Dauerbeschallung der Anwohner ist die Popularität schnell dahin. Deswegen wurde der Begrenzung der Lärmbelastung nach außen und innen von Beginn an besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Nach außen wegen seiner Lage im Stadtzentrum und nach innen, wo die verschiedenen Funktionen sich nicht gegenseitig stören sollten.

Die Schallemissionen von der Wärmepumpe und den Lüftungsgeräten mussten ebenfalls begrenzt werden. Sichtbare Installationen kamen allerdings aus ästhetischen Gründen nicht in Frage. Die Lösung bestand darin, alle Installationskomponenten in einem Technikraum im dritten Stock zu platzieren. Das anspruchsvolle Design mit den Lufträumen und Hallen machte es nicht einfach, die verschiedenen Räume mit Lüftung, Wärme, Kälte, IT und Elektrizität aus dieser Technikzentrale zu versorgen.

Durch Berücksichtigung all dieser Aspekte der Schalldämpfung und durch die effektive Positionierung der verschiedenen Installationen in der Entwurfsphase konnten diese und andere Maßnahmen auch ästhetisch in die Pop-Bühne integriert werden. Somit ist Grenswerk in mehrfacher Hinsicht wegweisend.